WB | Kommunalwerkstätte

WB | Kommunalwerkstätte

Das Projekt für den Neubau der Kommunalwerkstätte Sturzgasse setzt auf eine klare, lineare Bauform, die sich als Teil einer kammartigen Struktur entlang der Mur gut in den städtebaulichen Kontext einfügt. Das langgestreckte Gebäude folgt dem Flussverlauf. Es erhält durch das Zusammenspiel eines ruhigen, metallisch wirkenden Sockels und eines markant geformten Holzdachs eine eigenständige architektonische Identität. Die komplexe Dachform wurde teilweise parametrisch mit Grasshopper geplant, um sie präzise und effizient umsetzen zu können.

Im Inneren sorgt ein zentraler Bereich mit Lager und Verwaltung für kurze Wege und gute Übersicht. Werkstätten und Hallen sind beidseitig angebunden, was flexible Nutzungen und spätere Erweiterungen erleichtert. Die durchgehende, lineare Organisation erlaubt zudem, alle Achsen als Durchfahrtshallen auszubilden. So entstehen klare Sichtbeziehungen und eine funktionale Raumstruktur.

Die Konstruktion basiert auf fischbauchartigen Holzfachwerkträgern, die eine doppelt gekrümmte Dachfläche tragen. Ein durchgängiges Oberlichtband ist darin integriert. Trotz der aufwändigen Geometrie bleibt die Konstruktion wirtschaftlich, da einfache Holzbautechniken verwendet werden. Die Gebäudetechnik nutzt strahlungsaktive Deckensysteme für Heizung und Kühlung.

Nachhaltig ist das Gebäude durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe, eine kompakte Bauform und passive Maßnahmen wie natürliche Belüftung und Verschattung. Die Halle verbindet damit Funktionalität, Gestaltung und einen bewussten Umgang mit Ressourcen.