WB | Alpenverein Reichensteinhütte

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Der Entwurf sieht eine kompakte Schutzhütte auf 2128 m Höhe vor. Die kristalline Form nimmt Bezug auf die umliegende Felslandschaft und entwickelt sich aus dem Bestandskeller, dessen sechseckiger Grundriss übernommen wird. Durch die Drehung des Firstes wird die Dachfläche nach Süden ausgerichtet, um die Photovoltaikanlage optimal zu nutzen. Lärchenschindeln und ein Blechdach prägen das reduzierte und robuste Erscheinungsbild. Der Baukörper setzt einen klaren, zurückhaltenden Akzent in der Landschaft.

Die Organisation folgt funktionalen Abläufen: Der Zugang erfolgt über die neu gestaltete Terrasse unter Wiederverwendung vorhandener Materialien. Von dort gelangt man in den Schutz- und Trockenraum mit kurzen Wegen zu Gastraum, Küche und Sanitärbereichen. Nasse Ausrüstung wird vor dem Aufenthaltsbereich abgelegt. Der Gastraum bietet durch tiefliegende Fenster Ausblicke in die Berglandschaft. Eine zentrale Bar mit Kachelofen bildet den räumlichen Mittelpunkt und erschließt das Obergeschoss. Dort befinden sich 4–6-Bettzimmer und Lager, erschlossen über ein gut belichtetes Doppelflursystem.

Die Konstruktion ist als vorgefertigter Holzbau aus Kreuzlagenholz auf dem bestehenden Betonkeller geplant. Die Bauteile sind statisch optimiert und für den Transport mit kleineren Hubschraubern geeignet. Die Hütte wird weitgehend autark betrieben, mit Photovoltaik, Regenwassernutzung und einem zentralen Holzofen.

Materialien: Kreuzlagenholz, Lärchenschindeln, Aluminiumblech
Besonderheiten: PV-Anlage, Regenwassernutzung, Wiederverwendung Bestandsmaterial, effizienter Bauablauf per Helikopter