WB | Pflegeheim Ehenbichl
Der Zubau wird oberhalb des Böschungsrands platziert und durch eine oberirdische Brücke an das Bestandsgebäude angeschlossen, was nur geringe Eingriffe erfordert. Die Wohngeschosse liegen höher, um Aussicht und Belichtung zu optimieren. Zwei spiegelbildlich versetzte Gruppen folgen dem Gelände und bieten durch L-förmige Anordnung Ausblicke in die Umgebung. Eine ausschließliche Nordausrichtung wird vermieden. Der Verbindungsgang auf Erdgeschossniveau dient zugleich als Zugang zum neuen Café.
Der Baukörper verzahnt sich durch belichtete Wohnhöfe mit dem Hang und öffnet sich nach Süden. Das schwebende Erscheinungsbild entsteht durch den zurückgesetzten Sockel. Der Verbindungsgang wird als lichtdurchflutete Promenade mit Sitzbereichen gestaltet. Das Vorfeld bleibt autofrei und wird naturnah gestaltet.
Vier Wohngruppen verteilen sich auf zwei Ebenen mit Fokus auf Belichtung und Nähe der Pflegestützpunkte. Die Nebenräume liegen hangseitig in einer Spange. Im Erdgeschoss befinden sich Café, Veranstaltungsbereich und Technik. Die Erschließung erfolgt über einen zentralen Kern mit Lift und Stiegenhaus, verbunden bis zum Straßenniveau.
Die Konstruktion kombiniert Stahlbeton im Erdgeschoss mit aufgesetzten Holzmodulen für die Zimmer. Die Gestaltung lebt vom Zusammenspiel aus Beton, Holz, Fels und Stein. Große Fensterflächen auf der Südseite ermöglichen solare Gewinne. Ergänzend sind PV- und ggf. thermische Solarpaneele auf den begrünten Dächern vorgesehen.
Für die überzeugende Verbindung von Funktionalität, Ortsbezug und architektonischer Qualität wurde das Projekt im Wettbewerb mit einer Auszeichnung gewürdigt.