WB | WKO Steiermark
Die städtebauliche Idee kombiniert eine gefaltete Gebäudestruktur mit einer zeilenartigen Reihung entlang der Grabenstraße. So entsteht eine gegliederte, offene Figur aus unterschiedlich langen Gebäudekämmen, die sich am Straßenverlauf orientieren. Dazwischen spannen sich konisch geformte Höfe auf, die Belichtung und Aufenthaltsqualität verbessern. Eine zentrale Magistrale bildet das Rückgrat der Erschließung; regelmäßig gesetzte Treppenhäuser und Aufzüge gewährleisten kurze Wege.
Diese Typologie wird auf das Baufeld an der Hochsteingasse übertragen. Über ein Gangsystem und potenzielle Brücken lassen sich beide Bereiche verbinden. Zusammen mit dem Bestand entsteht ein großzügiger Innenhof mit Fuß- und Radweg, der unter dem Gebäude auf Baufeld 1 bis zur Grabenstraße weitergeführt wird.
Funktional folgt der Entwurf den Vorgaben der Auslobung: Werkstätten mit vorgelagerten Garderoben, konisch erweiterte Gänge mit Aufenthaltsnischen oder Staplerzonen. EDV- und Schulungsräume liegen an den Schnittstellen der Bauetappen. Eine bauliche Erweiterung im Süden sowie Aufstockungsmöglichkeiten sind vorgesehen.
Die Erschließung erfolgt über die bestehende Zufahrt südlich von Baufeld 1. Die Bushaltestelle wird laut Verkehrskonzept südöstlich erweitert, der Zulieferverkehr über ein Einbahnsystem geregelt. Die innere Erschließung erfolgt überwiegend fußläufig.